Arsenbelasteter Boden zählt zu den anspruchsvollsten Materialien bei der Altlasten- und Umweltsanierung. Überschreiten die Arsenkonzentrationen die gesetzlichen Grenzwerte, darf der ausgehobene Boden nicht einfach umgelagert und wieder eingebaut werden. Er muss zunächst behandelt werden. In der Regel werden dazu chemische Stabilisierungsmittel eingemischt, die das Arsen binden und ein Auswaschen in die Umgebung verhindern. Erst nachdem die Behandlung abgeschlossen ist und ihre Wirksamkeit überprüft wurde, kann das Material sicher als Verfüllmaterial wiederverwendet werden.
Bei der herkömmlichen Vorgehensweise wird der ausgehobene Boden zunächst zu einer Mischanlage transportiert. Dort wird er mit spezieller Mischtechnik behandelt und während des gesamten Prozesses mehrfach umgeschlagen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Staubkontrolle. Dies verursacht bei vielen Projekten erhebliche Kosten und einen hohen logistischen Aufwand, noch bevor der erste Kubikmeter Boden behandelt ist.
Für ein Sanierungsunternehmen im Hexigten-Banner in der Inneren Mongolei war dieser konventionelle Ansatz jedoch nicht wirtschaftlich. Zwar erforderte das Projekt eine wirksame Stabilisierung, doch die Gegebenheiten vor Ort verlangten nach einer einfacheren Lösung.

Bodenbehandlung direkt vor Ort
Der Auftragnehmer montierte einen ALLU DH 3-23 Schaufelseparator an einen Standardbagger, der bereits auf der Baustelle im Einsatz war. Anstatt den Boden zu einer Behandlungsanlage zu transportieren, wurde die Aufbereitung direkt zum Material gebracht.
Der Arbeitsablauf war unkompliziert. Zunächst wurden chemische Stabilisierungsmittel – Eisensalze und Bindemittel – direkt auf der Oberfläche des kontaminierten Haufwerks verteilt. Anschließend nahm der Bagger das behandelte Material mit dem ALLU-Schaufelseparator auf, der alle Arbeitsschritte in einem einzigen Durchgang erledigte. Während sich die Siebwellen drehten, wurden die Reagenzien gründlich und gleichmäßig in den Boden eingearbeitet. Gleichzeitig siebte der Schaufelseparator grobe Fremdbestandteile wie Steine und Wurzeln sowie verdichtete Klumpen aus. So entstand eine saubere und gleichmäßige Feinfraktion.

Warum ein Arbeitsgang den Unterschied machte
Der entscheidende Vorteil des ALLU-Schaufelseparators bestand darin, dass er zwei Funktionen gleichzeitig übernehmen konnte. Die rotierenden Siebwellen vermischten das Material so gründlich wie ein spezieller Zwangsmischer und sorgten für eine gleichmäßige Verteilung der Stabilisierungsmittel im Boden. Gleichzeitig entfernte der Siebvorgang grobe Bestandteile, die nicht behandelt werden mussten. Dadurch verringerte sich das Gesamtvolumen des weiterzuverarbeitenden und zu entsorgenden Materials.
Bei diesem Projekt konnte durch die Kombination beider Arbeitsschritte das zu behandelnde und anschließend zu entsorgende Materialvolumen um 15–20 % reduziert werden. Das geringere Aufbereitungsvolumen führte außerdem zu einem geringeren Verbrauch an Reagenzien, einem verringerten Bedarf an Verfüllmaterial und reduzierten Gesamtkosten des Projekts.
Vom kontaminierten Boden zum wiederverwendbaren Verfüllmaterial
Nach der Aufbereitung wurde der behandelte Boden für eine Aushärtezeit von ein bis zwei Jahren zwischengelagert, damit die chemische Stabilisierung vollständig abgeschlossen werden konnte. Anschließend erfüllte das Material die örtlichen Umweltanforderungen und wurde für die direkte Wiederverwendung als Verfüllmaterial freigegeben. So wurde aus einem zuvor als kontaminierter Abfall eingestuften Material ein nutzbarer Baustoff.
Der Projektmanager fasste es so zusammen: „Wir brauchten keine Behandlungsanlage im Millionenwert. Mit einem einzigen ALLU-Schaufelseparator und unserem vorhandenen Bagger konnten wir das Material direkt am Haufwerk mischen, sieben und das zu behandelnde Volumen reduzieren. Mit minimalem Materialumschlag wurde so aus Abfall wiederverwendbares Verfüllmaterial.“
Ein anderer Ansatz für die Bodensanierung
Das Projekt veranschaulicht ein einfaches Prinzip: Für eine wirksame Bodenbehandlung ist nicht immer eine stationäre Anlage erforderlich. Wird die erforderliche Aufbereitungstechnik direkt zum Haufwerk gebracht, lässt sich der logistische Aufwand eines konventionellen Behandlungsprozesses erheblich reduzieren. Dazu zählen Transporte, Materialumschlag und der Einsatz zusätzlicher spezieller Anlagen.
Für den Auftragnehmer machte der ALLU-DH-Schaufelseparator aus einem potenziell komplexen und kostspieligen Projekt einen effizienten Prozess direkt vor Ort mit einem klaren Ergebnis.

Sehen Sie sich im Video an, wie der ALLU-Schaufelseparator im Einsatz arbeitet.
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